Auch vor Almhütten machen gesetzliche Auflagen nicht halt. Jeder kennt beispielsweisedie Schilder am Brunnen vor einer Almhütte, auf denen warnend steht “kein Trinkwasser”. Die Leobener Hütte ist eines der bekanntesten Beispiele der Auswirkungen der sehr streng gewordenen Auflagen hinsichtlich der Bewirtschaftung von Almhütten. Derzeit überlegen die Verantwortlichen der Hütte, diese wegen neuer strenger Auflagen – eben des erforderlichen Einbaus getrennter Toilettanlagen für Frauen und Männer -, bis zu einem Neubau beziehungsweise einer Totalsanierung geschlossen zu lassen. Ein herber Verlust für die Wanderer in der Region, die gerne in die Hütte eingekehrt sind. Doch die Leobener Hütte ist nicht die einzige, die von den neuen, strengen Auflagen betroffen ist. In Zukunft müssen auch alle Brunnen in der freien Natur mit dem Schild “Kein Trinkwasser” versehen werden, wenn nicht mehrmals jährlich deren Wasserqualität untersucht wird. “Die Kosten dafür betragen einige Hundert Euro. Das ist ein Wahnsinn für die Wanderer, für die Almbewirtschaftung und für die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter der Alpenvereine”, sagt Lipp, die auch die Rinderhaltung und die Almbewirtschaftung “früher oder später” gefährdet sieht.
Sie glaubt auch, dass es keinen Wanderer gestört habe, dass es dort keine getrennten WC-Anlagen gegeben habe. “Schlimm ist ja auch die Vorstellung, dass Getränke in Zukunft nur noch im Pappbecher ausgeschenkt werden dürfen, da die kleineren Hütten über keinen Geschirrspüler verfügen.”
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